Akustikdecken

Um eine angenehme Raumakustik wie z.B. ein gedämpfter Lärmpegel zu erzielen, müssen in einem Raum meist gezielte akustische Massnahmen vorgenommen werden (Nachhallzeit-Regulierung).
In Räumen, in denen grössere Menschenansammlungen möglich sind und hauptsächlich gesprochen oder musiziert wird, wird die Raumakustik meistens über die Deckenkonstruktion gelöst. Entscheidend für die Wirksamkeit des Deckensystems ist die Schallabsorption. Die Lochplattendecke hat je nach Lochbild unterschiedliche Absorptionswerte in entsprechenden Frequenzen.
Die Absorption der einzelnen Systeme ist sehr unterschiedlich in der Wirksamkeit und in den jeweiligen Frequenzen. Je nach Raumgeometrie und Raumoberflächen können die verschiedenen Deckensysteme gezielt eingesetzt werden.
Die Einflussgrössen auf die Schallabsorption eines Deckensystems sind:
– das Material und dessen Dicke
– Oberfläche, Lochanteil
– schallabsorbierende Auflagen
– Abhängehöhe
– Anordnung der Absorberflächen
Als schallabsorbierende Materialien werden Gipsplatten eingesetzt. Diese haben ebenso unterschiedliche Lochbilder wie Lochanteile. Auch kommen geschlitzte Gipsbauplatten zum Einsatz. Die Grösse der Löcher sowie der Lochanteil sind massgebend für die Regulierung der Nachhallzeit. Der Schallabsorptionsgrad steigt mit der Abhängehöhe der Decke bei hohen und tiefen Frequenzen. Eine geringere Abhängehöhe ergibt hingegen bessere Schallabsorptionswerte für den mittleren Frequenzbereich.
Auf der Rückseite der Platten ist in der Regel ein Vlies mit optimiertem Strömungswiderstand werkseitig aufkaschiert. Um die Nachhallzeit im mittleren Frequenzbereich erheblich zu verkürzen, wird Mineralwolle zusätzlich rückseitig auf die Platten aufgelegt. Je nach Nutzungsart eines Raumes sind die Nachhallzeiten unterschiedlich. Die Berechnung dieser Nachhallzeit sollte durch einen Bauakustiker vorgenommen werden.

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