Unterdecken

Unterdecken sind nichttragende Decken, welche an bestehende tragende Bauteile wie Decken oder Dächer befestigt werden. Sie dienen u.a. zur Aufnahme von Beleuchtung und Klimatisierung.
Ihre Funktionen sind:
1. Brandschutz
2. Schallschutz
3. Raumakustik
4. Wärmeschutz
5. Dekorative Gestaltung
6. Deckenhohlraum zur Aufnahme von Installationen und Haustechnik

Die Metall- oder Holzunterkonstruktion wird mittels speziellen Abhängern an der Rohdecke abgehängt. Der dadurch entstandene Hohlraum wird in der Regel als Installationsraum genutzt. Durch den Einsatz von Unterdecken kann der Luft- und Trittschallschutz erheblich verbessert werden. Bei Deckensystemen in Leichtbauweise (Holzbalkendecken) kommen deshalb Unterdecken fast standardmässig zum Einsatz.
Starre Anschlüsse sind bei zweischaligen Bauteilen zu vermeiden, da sonst Schallbrücken entstehen. Dabei kommt es zu Körperschallübertragung statt zu einer Luftschallübertragung über den Deckenhohlraum. Um dies zu vermeiden, werden sogenannte gummigelagerte Schwinghänger, resp. biegeweiche Federschienen (Bekleidungsdecken) verwendet. Allerdings sind auch hier die Schallnebenwege über die flankierenden Wände zu berücksichtigen.
Bei der Planung von Geschossdecken kann die Dimensionierung der Betondecke rein statische Funktionen erfüllen, da – mit der Unterdecke kombiniert – der Schallschutz in den allermeisten Fällen erfüllt wird. Wenn die Schallübertragung über die Rohdecke zwischen zwei Räumen zu hoch ist (durchlaufende Deckenbalken, leicht massive Deckensysteme) kann mit einer Unterdecke eine deutliche Reduzierung der Schalllängsleitung erreicht werden.

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